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IDS verdichtet Stückgutnetz

14. Dezember 2017

IDS verdichtet Stückgutnetz

Das zu Ende gehende Jahr beschert der IDS Logistik GmbH einmal mehr ein sehr starkes Wachstum. Und auch für das kommende Jahr geht die Stückgutkooperation von unverändert steigenden Sendungsmengen, starken saisonalen Schwankungen und immer knapper werdenden Kapazitäten aus. Um auf die volatile Entwicklung vorbereitet zu sein, hat IDS jetzt eine Doppelstrategie gestartet – bestehend aus einem aufwandsorientierten Netzmanagement und Güterbereinigungen einerseits sowie Investitionen in mehr Depots bzw. Doppelbesetzung von Metropolregionen andererseits.

„Neben Gewicht und Entfernung müssen künftig auch Kostentreiber wie Standzeiten beim Empfänger, die Gutstruktur oder der Anteil der Privatkundenempfänger bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden“, sagt Michael Bargl, IDS Geschäftsführer. Hierfür hat die Stückgutkooperation jetzt ihr Netzmanagement neu aufgestellt.

Privatkundenzustellung ist anders

Im Rahmen breit angelegter Tourenerhebungen hat IDS im Privatkundensegment, das kräftig steigende Sendungsmengen verzeichnet, die Kosten neu analysiert. „Die Zustellung an Privatkunden ist deutlich unproduktiver als die Zustellung an Firmenadressen“, fasst Bargl das Ergebnis zusammen.

So erhält ein Privatempfänger in der Regel nur eine Sendung, während an Firmen häufiger mehrere Sendungen geliefert werden. Rund fünf Prozent der Privatempfänger werden trotz Avisierung nicht angetroffen und müssen ein zweites Mal angefahren werden – und das, gerade in ländlichen Gebieten, bei deutlich längeren Anfahrtswegen als bei Firmenkunden. Statt Gewerbegebiete mit mehreren Stopps in unmittelbarer Nähe sind es nicht selten 20 bis 30 km bis zur nächsten Privatadresse.

„Deshalb haben wir jetzt die internen Vergütungen für die ‚unproduktivere‘ Privatkundenzustellung massiv angehoben, damit für den steigenden B2C-Anteil ausreichend Fahrzeuge fest für das nächste Jahr gebucht werden können“, sagt IDS Geschäftsführer Bargl.

Langes und Sperriges

Auch Sperr- und Langgut benötigen mehr Platz auf Hauptlauf- und Zustell-Lkws, aber auch mehr Zeit im Umschlag. Seit Juli 2017 müssen Verlader daher bei voluminösen Gütern vorab über Länge, Breite und Höhe informieren. Diese Daten werden am Abend des Versandes zu den Empfangsdepots geschickt, damit sie die Zustelltouren am Folgetag besser planen und gegebenenfalls Zusatzkapazitäten einkaufen können.

„Um ausreichend Auslieferfahrzeuge fest buchen zu können, wurden die internen Vergütungen bei Sperr- und Langgut für das Empfangsdepot deutlich angehoben, zum Teil sogar verdoppelt. Packstücke mit über sechs Meter Länge sind seit Oktober 2017 von der Beförderung im IDS Stückgutnetz ausgeschlossen“, erklärt Bargl die Maßnahmen aufgrund der Erhebungen.

Spitzen ausgleichen


Außerdem sind jetzt im IDS Netz zusätzliche Fernverkehr-Lkws auf Hauptlauflinien vom Versanddepot beim Empfangsdepot elektronisch anzumelden. Ein neu entwickeltes Portal „Überhangdispo“, in dem alle 1.600 Nachtlinien des IDS Netzes gespeichert sind, entscheidet, ob das Empfangsdepot den Überhang-Lkw annimmt oder nicht. Jedes Empfangsdepot muss sicherstellen, eine Mehrmenge von 15 Prozent über dem Jahresdurchschnitt zustellen zu können.

Ferner erhalten ab 2018 die Empfangsdepots einen Saisonzuschlag für die „kurzen Wochen“ im ersten Halbjahr, um rechtzeitig zusätzliche Nahverkehrskapazitäten einzukaufen. So wird erreicht, dass die Empfangsdepots nicht mit den Mehrmengen überfordert werden und durch eine bessere Planung von Versandaktionen den Mengenschwankungen entgegengewirkt wird.

Drei zusätzliche Depots im IDS Netz

„Eine wichtige Maßnahme für unsere Netzstabilität ist die Doppelbesetzung mit Depots in Metropolregionen bzw. in stark wachsenden Gebieten“, sagt Michael Bargl. Bereits seit September teilen sich die IDS Partner Krage und Rieck das Zustellgebiet Berlin und Brandenburg. So stellt Krage Potsdam im westlichen Brandenburg zu, Rieck im östlichen Brandenburg. Das Berliner Stadtgebiet wird von beiden Partnern bedient.

Im November hat Kühne + Nagel ein neues Depot in Ilsfeld bei Heilbronn bezogen. Ab Januar ist dieser Standort im IDS Netz integriert und bedient neben dem Franchisenehmer DSV in Schwieberdingen den Großraum Stuttgart.

Im Januar 2018 eröffnet Kühne + Nagel ein neues Depot im Güterverteilzentrum Bremen, um ihr an der Kapazitätsgrenze arbeitendes Depot in Oldenburg zu entlasten.

Ebenfalls ab Januar wird in Hamburg das Depot der C.E. NOERPEL GmbH, das bisher teilweise noch in anderen Stückgutkooperationen tätig war, voll in das IDS Netz integriert und unterstützt das Kühne + Nagel Depot in der Hansestadt.