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Mautausweitung verteuert erheblich das Stückgutgeschäft

06. Juni 2018

Große Unterscheide je nach Region und Sendungsgewicht

Kleinostheim, 06. Juni 2018. Die Kosten für Stückguttransporte werden durch die Ausweitung der mautpflichtigen Straßen zum 1. Juli 2018 und die Erhöhung der Maut zum 1. Januar 2019 drastisch steigen. Unabhängige Institute haben im Vorfeld versucht, Klarheit über die zu erwartenden Mehrkosten zu schaffen. Einheitliches Fazit ist, dass es keine pauschalen Aussagen über die Kostensteigerungen im Zusammenhang mit der Maut geben kann, da die Effekte sehr stark abhängig sind von Sendungsgewicht, Transportentfernung und Region des Versenders und Empfängers. Große Schwankungen haben jetzt auch weitere interne Untersuchungen des IDS Stückgutnetzes ergeben.

Ab 1. Juli 2018 werden die mautpflichtigen Straßen um 37.000 Kilometer auf insgesamt 52.000 Kilometer ausgeweitet. Das entspricht einer Zunahme um rund 250 Prozent auf die bisher mautpflichtigen Strecken. Zudem werden die Lkw-Mautsätze zum 1. Januar 2019 deutlich angehoben. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Lkws, für die Maut anfällt, im Stückgutverteilverkehr seit der letzten Mauterhöhung 2015 um ca. 20 Prozent zugenommen hat.

„Besonders signifikant wirkt sich die Mauterhöhung bei kleingewichtigen Sendungen aus“, sagt Dr. Michael Bargl, IDS Geschäftsführer, auf Basis interner Untersuchungen innerhalb des IDS Stückgutnetzes. „Hier erhöht sich beispielsweise die Flächenmaut bei Sendungen bis 100 Kilogramm Gewicht und 300 Kilometern Transportentfernung um bis zu 50 Prozent auf die bisherige Maut. Kleingewichtige Sendungen spielen heute bei IDS, nicht zuletzt auf Grund der Zunahme von B2C-Sendungen, eine immer größere Rolle. Wir liegen heute bei einem B2C-Anteil von 14 Prozent und zweistelligen Wachstumsraten“, erklärt Bargl weiter.

Die Spezialisten der Netzwerke sind sich einig, dass die derzeit kursierenden Angaben mit Gesamterhöhungen von 1,3 Prozent aufgrund von Durchschnittsgewichten von 300 Kilogramm und allgemein grundsätzlichen Annahmen nicht ausreichend veranschlagt sind.

„Hinzu kommt, dass in Gebieten, in denen es bisher wenig mautpflichtige Strecken gab, durch die Ausdehnung der Maut auf Bundesstraßen der Mautanteil sogar um das Drei- bis Fünffache der bisherigen Flächenmaut je Sendung steigen wird“, sagt Michael Bargl. Ferner wirkt sich die Mauterweiterung auch an manchen Standorten auf die Hauptlaufkosten aus. Betroffen sind Speditionsniederlassungen mit längeren Wegen zum nächsten Autobahnanschluss, die bis zum 30. Juni 2018 nicht der Mautpflicht unterliegen. Das von Haus aus margenschwache Stückgutgeschäft kommt durch die beschriebenen Unbekannten daher weiter verstärkt unter Druck.

„Preiserhöhungen von über 2,5 Prozent können daher je nach Sendungsstruktur und Region durchaus auf die Verlader als Kompensation der Mautkostensteigerung im Stückgut zukommen“, fasst Michael Bargl die Ergebnisse der IDS internen Untersuchungen zusammen.