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Geschäftsjahr 2025: Struktur gestärkt, Effizienz im Fokus

IDS Logistik GmbH blickt auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2025 zurück. In einem weiterhin konjunkturell schwachen Marktumfeld verzeichnete Deutschlands größte Stückgutkooperation rückläufige Mengen – bei gleichzeitig steigenden Kosten und intensivem Wettbewerbsdruck. Parallel wurde das Netzwerk strukturell neu aufgestellt und strategisch weiterentwickelt.

Mengenentwicklung: Rückgang in einem stagnierenden Markt

Im Jahr 2025 bewegte IDS insgesamt 14,35 Millionen Sendungen und damit 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. National wurden 11,33 Millionen Sendungen transportiert, ein Minus von 5,8 Prozent. Die transportierte nationale Tonnage ging um 4,1 Prozent zurück auf 3,05 Millionen Tonnen. Im internationalen Geschäft nahmen die Sendungen um 2,6 Prozent auf 3,02 Millionen ab, während die Tonnage um 1,5 Prozent auf 0,69 Millionen Tonnen zulegte.

Das B2C-Geschäft reduzierte sich weiter und erreichte einen Anteil von 15,4 Prozent am nationalen Sendungsvolumen – ein Spiegelbild der gedämpften Konsumlaune privater Haushalte. Die Beschaffungslogistik blieb mit 8,5 Prozent stabil, jedoch ohne nennenswerte Wachstumsimpulse. Der Gesamtumsatz über alle 53 Standorte lag mit 2,72 Milliarden Euro 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hierin spiegelt sich insbesondere das Ausscheiden von DSV aus dem IDS Netz und der Einstieg neuer Partner wider.

Marktumfeld: Kostendruck und fehlende Impulse

Die Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd. IDS Geschäftsführer Dr. Michael Bargl ordnet die Lage klar ein: „In der Stückgutlogistik ist die Zurückhaltung bei Kauf- und Investitionsentscheidungen deutlich spürbar, sowohl in der Industrie als auch im Gewerbe und bei Privatkunden.“ Für 2026 rechnet IDS kaum mit konjunkturellen Impulsen von außen und geht von einem weiteren rückläufigen Mengenaufkommen gegenüber dem Vorjahr aus. Gleichzeitig steigen die Kosten weiter, insbesondere durch Tarifentwicklungen, CO₂-Maut und Energiepreise. Auch der anhaltende Fahrermangel stellt trotz wirtschaftlicher Stagnation eine erhebliche Belastung dar. Leicht steigende Umsätze erwartet IDS daher primär infolge notwendiger Preisanpassungen und nicht aufgrund organischen Wachstums.

Netzwerk: Erfolgreiche Neustrukturierung

Eine zentrale Entwicklung des Jahres 2025 war die erfolgreiche Umstrukturierung des Netzes nach dem Ausscheiden von DSV im Zuge der Schenker-Übernahme. Die frei gewordenen Standorte konnten vollständig und qualifiziert neu besetzt werden, die Integration der neuen Partner verlief operativ reibungslos. Das Netzwerk umfasst nun fünf Gesellschafter, acht nationale Strategiepartner sowie acht internationale Partner und ist damit strukturell stabil und zukunftsfähig aufgestellt.

Digitalisierung: Produktivität als Wettbewerbsfaktor

Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit setzt IDS konsequent auf Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung der ETA-Prozesse, die Einführung von Datamatrixcodes sowie KI-gestützte Optimierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist es, Transparenz, Prozessqualität und Effizienz nachhaltig zu erhöhen, um auch in einem Markt mit rückläufigen Mengen die Wirtschaftlichkeit zu sichern.

Green Logistics: Elektrifizierung der Hauptläufe

Parallel treibt IDS den Transformationspfad in Richtung emissionsärmerer Verkehre voran. Bis Ende 2026 sollen zehn Prozent der HUB-Linien auf batterieelektrische Verkehre umgestellt werden. Ergänzend investiert das Unternehmen in Ladeinfrastruktur an Depotstandorten, Photovoltaikanlagen, stationäre Batteriespeicher und Wärmepumpenlösungen. Am IDS Zentral-HUB in Neuenstein wurden entsprechende Maßnahmen bereits umgesetzt.

2026: Ein Blick auf das laufende Jahr

Für das Jahr 2026 erwartet IDS sowohl im nationalen als auch im internationalen Geschäft einen weiteren Mengenrückgang von rund fünf Prozent. Der Markt bleibt geprägt von Kostendruck, Fachkräftemangel, geopolitischen Krisen und regulatorischen Unsicherheiten. Aus Sicht von Bargl bedarf es klarer wirtschaftspolitischer Impulse, insbesondere eines konsequenten Bürokratieabbaus, einer Senkung der Lohnnebenkosten und verlässlicher Rahmenbedingungen, um Investitionen und Beschäftigung nachhaltig zu sichern.

Das Geschäftsjahr 2025 war damit weniger ein Jahr des Wachstums als eines der strukturellen Festigung. IDS hat sein Netzwerk neu justiert, operative Stabilität gesichert und gezielt in Effizienz, Digitalisierung und nachhaltige Infrastruktur investiert. Die strategische Ausrichtung ist klar: Mit gestärkter Partnerstruktur und technologischer Weiterentwicklung will IDS substanziell gefestigt aus der aktuellen Marktphase hervorgehen und für den nächsten konjunkturellen Aufschwung vorbereitet sein.