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„Brüllen macht auch nicht schneller“ – Danke, Susanne Jesinghaus!
Mit Susanne Jesinghaus verabschiedet sich eine Persönlichkeit aus dem IDS Zentral-HUB, die über viele Jahre hinweg den nächtlichen Umschlag in Neuenstein geprägt hat wie kaum eine andere. Nach mehr als zwei Jahrzehnten in der Logistik und über 20 Jahren im Umfeld des IDS Zentral-HUB beginnt für sie nun ein neuer Lebensabschnitt. Künftig wird sie ihren Lebensmittelpunkt nach Bayern verlegen, um näher bei ihrer Tochter und ihren Enkelkindern zu sein.
Von der Scannerin zur Nachtschichtleiterin
Die gelernte Metallurgin für Walzwerktechnik begann im Jahr 2003 im IDS Zentral-HUB als Scannerin und gehörte dort zu den Menschen der ersten Stunde. Durch Fachwissen, Engagement und Führungsstärke entwickelte sie sich über verschiedene Positionen zur Vorarbeiterin der Umschlaghalle und übernahm schließlich 2009 die Verantwortung als Betriebsleiterin beziehungsweise Nachtschichtleiterin.
Die gute Seele der Nacht
Wer an das IDS Zentral-HUB denkt, denkt unweigerlich auch an die Nachtschicht. Wenn nachts rund 100 Lkws eintreffen, 5.000 Paletten, Gitterboxen und Kisten umgeschlagen und innerhalb von rund sechs Stunden wieder auf den Weg gebracht werden, sind Organisationstalent, Erfahrung und ein kühler Kopf gefragt.
Genau dafür stand Susanne Jesinghaus.
In einer Arbeitswelt, die traditionell von Männern geprägt ist, führte sie über viele Jahre große Teams mit natürlicher Autorität, hoher Fachkompetenz und bemerkenswerter Menschenkenntnis. Dabei gelang es ihr stets, unterschiedliche Charaktere zusammenzubringen, ein starkes Teamgefüge zu schaffen und auch in hektischen Situationen den Überblick zu behalten.
Viele Kolleginnen und Kollegen beschreiben sie als zielstrebig, durchsetzungsstark und lösungsorientiert. Gleichzeitig war sie für ihre ruhige, hilfsbereite Art bekannt – für viele die „gute Seele der Nacht“.
Führung mit Respekt
Bereits in einem früheren Interview für das damalige IDS Kundenmagazin facts beschrieb Susanne Jesinghaus ihren Führungsstil mit einem Satz, der bis heute eng mit ihr verbunden ist:
„Brüllen macht auch nicht schneller.“
Dieser Gedanke war für sie weit mehr als ein Spruch. Wertschätzung, Respekt und ein ruhiger Umgangston waren die Grundlage ihrer täglichen Arbeit. Statt Druck setzte sie auf Vertrauen, statt Lautstärke auf Klarheit und statt Distanz auf persönliche Nähe.
Ihr Gespür für Menschen, ihre interkulturelle Kompetenz und ihre Fähigkeit, Mitarbeitende entsprechend ihrer Stärken einzusetzen, machten sie zu einer außergewöhnlichen Führungskraft. Sie wusste: Gute Leistung entsteht dort, wo Menschen respektvoll miteinander arbeiten und sich mit ihrer Aufgabe identifizieren können. Dieses Führungsverständnis hat die Kultur im HUB nachhaltig geprägt.
Zeit für Familie und neue Perspektiven
Nun beginnt für Susanne Jesinghaus ein neuer Lebensabschnitt. Nach vielen Jahren Nachtarbeit ist es Zeit für andere Prioritäten: mehr Zeit mit der Familie, mit ihrer Tochter und ihren Enkelkindern sowie die Möglichkeit, den Alltag künftig ohne Schichtbeginn am Abend zu gestalten.