Aktuelles
Neues von IDS.
Elektrifizierung der HUB-Verkehre: IDS bringt E-Mobilität in den Stückgut-Hauptlauf
Wenn nachts im IDS Zentral-HUB in Neuenstein die ersten elektrischen Sattelzugmaschinen lautlos an die Schnellladesäulen rollen, wird sichtbar, wie die Zukunft der Stückgutlogistik aussehen kann. Was lange als Herausforderung für den Fern- und HUB-Verkehr galt, entwickelt sich bei IDS zunehmend zum Praxismodell: elektrische Hauptläufe, intelligente Ladeinfrastruktur und messbare CO2-Einsparungen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Nachhaltigkeit – sondern auch um Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und die Frage, wie das Stückgutnetzwerk von morgen funktioniert.
IDS treibt die Transformation hin zu einer klimafreundlicheren Stückgutlogistik konsequent voran: Mit der Elektrifizierung der ersten HUB-Hauptläufe im Zentral-HUB Neuenstein wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein der Green-Logistics-Strategie erreicht.
Vier elektrische HUB-Linien bereits im Regelbetrieb
Der Pilotbetrieb ist erfolgreich angelaufen: Aktuell bedienen bereits vier batterieelektrische Fahrzeuge das IDS HUB in Neuenstein elektrisch. Zwei davon laden jede Nacht direkt im HUB. Konkret handelt es sich um die Verkehre Mainz, Bad Neustadt, Ebersdorf und Gersthofen. In den nächsten Wochen sollen weitere elektrische Linien aus Nürnberg und Grevenbroich folgen.
Das definierte Ziel: Bis Ende 2026 werden acht elektrische HUB-Linien – rund zehn Prozent der HUB-Hauptläufe – elektrisch abgewickelt.
Die ersten Ergebnisse zeigen bereits deutlich das Potenzial der Umstellung: Mit den vier bestehenden BEV-Linien spart IDS pro Nacht rund 1,6 Tonnen CO2e gegenüber vergleichbaren Diesel-Hauptläufen. Hochgerechnet auf ein Betriebsjahr entspricht das einer Reduktion um mehr als 400 Tonnen CO2e.
Dabei steht die Entwicklung erst am Anfang. Rund 30 IDS Depots liegen in einem Radius von bis zu 300 Kilometern um das IDS Zentral-HUB in Neuenstein – ein idealer Einsatzbereich für batterieelektrische Fahrzeuge. Weitere Standorte mit Distanzen bis etwa 500 Kilometer bieten zusätzliches Potenzial für eine künftige Umstellung auf BEV-Verkehre.
Intelligente Ladeinfrastruktur für den Nachtbetrieb
Herzstück des Projekts ist die neue Schnellladeinfrastruktur im IDS Zentral-HUB. Sie umfasst derzeit zwei 400-kW-Ladesäulen, einen leistungsfähigen Transformator sowie einen zusätzlichen Stromspeicher mit 600 kWh zur Abdeckung von Lastspitzen. Die vorhandene Netzanschlussleistung von drei Megawatt sichert dabei die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts im zunehmenden Stromwettbewerb.
Besonders wichtig für den operativen Betrieb ist die intelligente Lademanagement-Software. Sie stellt sicher, dass jedes Fahrzeug mit dem benötigten Ladezustand (State of Charge) rechtzeitig wieder die Heimreise antreten kann.
Die Software berücksichtigt dabei unter anderem:
- die jeweiligen Zeitfenster der Depots,
- die Batteriekapazität der Fahrzeuge,
- den aktuellen Ladezustand,
- sowie die parallele Auslastung der Ladepunkte.
So wird die verfügbare Ladeleistung dynamisch und bedarfsgerecht verteilt. Sobald die finale Betriebserlaubnis für den installierten Stromspeicher vorliegt, können zusätzliche Lastspitzen noch effizienter abgefangen werden.
Wichtiger Baustein der IDS Klimastrategie
Die Elektrifizierung der HUB-Verkehre ist Teil der umfassenden IDS Nachhaltigkeitsstrategie. IDS verfolgt das Ziel, die Emissionen je Tonnenkilometer bis 2030 um 21 Prozent bzw. um 4 kg je Sendung gegenüber 2023 zu reduzieren. Bis 2050 strebt das Netzwerk Klimaneutralität an.
Parallel entwickelt IDS auch ihre netzwerkeinheitliche Carbon-Footprint-Berechnung weiter. Künftig sollen Primärdaten aus dem Hauptlauf und Nahverkehr noch präziser in die Emissionsberechnung einfließen – einschließlich der elektrischen Verkehre.
Symposium „Aufgeladen für 2030“
Wie die Elektrifizierung der Stückgutlogistik in der Praxis funktioniert und welche Erfahrungen IDS bislang gesammelt hat, wird auch Thema eines großen Symposiums im IDS Zentral-HUB sein. Unter dem Titel „Aufgeladen für 2030 – Stückgut schaltet auf Strom um“ findet am 21. Oktober 2026 ein trans aktuell-Symposium im IDS Zentral-HUB in Neuenstein statt.
Der Ausbau der elektrischen HUB-Verkehre zeigt bereits heute: Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Stückguttransport schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Die Elektrifizierung der Hauptläufe entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für die Logistik von morgen.